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Die Beatsteaks sind zurück und werfen mit ihrer neuen Platte Boombox eines der sehnlichst erwarteten Alben 2011 auf den Markt. Grund genug, sich mit Lead-Gitarrist Bernd Kurtzke mal über die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu unterhalten: Ungewohnte Aufnahmebedingungen, spießige Rockstars und den bewegendsten Moment in der Beatsteaks-Karriere.
Ihr habt euch eine ganze Weile Zeit gelassen mit Boombox, um die Beatsteaks im Großen und Ganzen war es ziemlich lange ruhig. Warum war so eine Auszeit mal dringend nötig?
Bernd: Weil sich auch in unseren Leben vieles ereignet hat, was Aufmerksamkeit verdient. Und weil wir natürlich auch Zeit für neue Songs brauchten, da wir die auf Tour eher nicht schreiben. Und nicht zuletzt, weil jeder auch mal Zeit für sich brauchte, um festzustellen, wie sehr er die anderen braucht.
Habt ihr euch da überhaupt in Bandkonstellation zu irgendwas getroffen oder war Funkstille?
Bernd: Teils, teils. Wie gesagt, es wurde auch an neuen Songs gearbeitet und da ergab sich automatisch die ein oder andere Konstellation. Aber jeder hat auch mal für sich einfach Urlaub gemacht.
Was ist das für ein Gefühl, wenn man sich mal für sich zurückzieht, ohne den ganzen Medienrummel und ohne Tourmarathon - und kaum kündigt man sein Comeback an, bricht fast im gleichen Augenblick eine gigantische Presse- und Fan-Welle über einem zusammen und fordert einen selbst von 0 auf 100% zurück?
Bernd: Dejavu? So ähnlich.
In einem Interview vor sieben Jahren hast du noch darauf geschworen, dass ihr euch nach jedem Gig besinnungslos trinkt. Nun sind wir seitdem ja alle nicht jünger geworden. Was hat sich an euren Ritualen rund um ein Konzert inzwischen geändert?
Bernd: Das war auch damals schon augenzwinkernd gemeint. Manche Rituale verändern sich nie, aber Saufgelage haben schon immer eher selten dazugehört.
1997 kam mit 48/49 eure erste Platte raus. Was hat sich seitdem sprübar für euch in der Musikindustrie und für euch als Band geändert?
Bernd: Als Band sind wir älter geworden, haben mehr Songs als früher und müssen nicht mehr jeden Quatsch mitmachen. Die Musikindustrie hat sich auch verändert, das tat sie aber schon immer. Damals gab es noch keine Möglichkeit, Musik runter zu laden, heute schon. Damit hat die Industrie auf jeden Fall zu kämpfen.
Ich nehme mal an, ihr wollt so schnell nicht in Ruhestand gehen. Das würde ich euch auch nicht verzeihen. Aber: Gibt es eine Band, die euch inzwischen als eine Art Vorbild dient, einfach nur, weil es sie schon so unfassbar lange gibt und sie weiterhin durchhält?
Bernd: AC-DC!
Smack Smash habt ihr damals bei der Veröffentlichung schon Pop-Attitüden unterstellt. Wie sieht sie Sache jetzt bei Boombox aus?
Bernd: Genauso, nur besser!
Wenn Milk & Honey das What's Coming Over You der neuen Platte ist. Welcher Titel wird dann das Hello Joe?
Bernd: House On Fire.
Ihr habt die neue Platte nicht im Studio aufgenommen, sondern in eurem Proberaum. Warum?
Bernd: Dort sind wir zu Hause. Dort sind die Songs entstanden, dort gibt es diese Energie, die entsteht, wenn wir zusammen spielen. Dort gibt es keine zeitliche Beschränkung und dort geht keine rote Recording-Lampe an, bei der immer alle nervös werden. Und eine Menge Geld haben wir auch gespart, denn Studios sind nun mal teuer.
Proberaum ist ja auch etwas weniger "spießig" als Studio, sag ich mal. Wie spießig sind denn echte Rockstars wie ihr?
Bernd: A) sind wir keine "Rockstars", sondern ganz normale Menschenkinder und B) wir sind genauso spießig wie ihr.
Eine Frage zum Schluss, die wir allen Bands stellen: Was war der bewegendste Moment für euch mit den Beatsteaks?
Bernd: Bei unserem Konzert 2007 in der Wuhlheide zu Berlin hatten wir einen ganz besonderen Gast. Nämlich einen schwerkranken jungen Mann, der sich gewünscht hatte, noch einmal ein Konzert von uns mitzuerleben. Er lag während des Konzertes in einem Krankenwagen neben der Bühne an lebenserhaltenden Geräten. Wenige Wochen später ist er an seiner schweren Krankheit verstorben. Wir waren glücklich, ihm seinen Wunsch erfüllt zu haben, sehr bewegend!
Bei Bernd Kurtzke von den Beatsteaks bedankt sich für das Interview: Nina-Carissima Schönrock
(2011)
Wir haben die Beatsteaks kurz darauf noch einmal getroffen und mit Torsten und Bernd den großen Punk-Test gemacht. Das Ergebnis könnt Ihr Euch hier anschauen. Zu Beatsteaks: Der große Punk-Test
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Schulzkowski is super unbedingt mehr davon
Noch was zum Thema: http://likeitis93.blogspot.de/2012/03/save-olli-schulz.html
diese kritik ist sehr schön, weil sie sich ausnahmsweise mal nicht schema f<...
und was war besonders? Welche Songs in der Setlist? Wie viele Instrumente
Für diejenigen, die es interessiert: Ich hab auf meinem privaten Blog noch e...